Die Geschichte des Magnetismus und seine Bedeutung für den Menschen

Magnetismus ist schon seit der Antike bekannt. Seinen Ursprung vermutete man damals jedoch in einem riesigen Erzberg. Bevor man die tatsächliche Quelle für die Magnetkraft entdeckte, ging man zudem lange Zeit vom Einfluss des Polarsterns auf die Kompassnadeln aus. Im Jahr 1600 formuliert William Gilbert in seinem Werk „De Magnete, Magnetisque Corporibus, et de Magno Magnete Tellure“ die Erde erstmals als Magneten mit zwei Polen.

Etwa 100 Jahre später stellt Edmond Halley Messungen zur Neigung der Erdachse an und konstruiert in der Folge die erste Magnetkarte der Welt. Umfassende Forschungen werden jedoch erst von Carl Friedrich Gauß betrieben, der von Alexander von Humboldt angespornt wird. Er entwickelt das Magnetometer, ein passendes Messgerät, und ruft den Göttinger Magnetischen Verein ins Leben, der um 1840 weltweit Daten zum Erdmagnetismus sammelt. Etwa zur gleichen Zeit beginnt Johann von Lamont mit seinen Studien. Er erkennt periodische Schwankungen im Magnetfeld, die er richtigerweise auf den Einfluss von Sonnenflecken zurückführt. Erst 1919 entsteht die richtige Theorie über den Grund für den Magnetismus der Erde aus den Gedanken von Joseph Larmor. Er benennt eine Art Dynamofunktion des Planeten und seiner Erdschichten, die von der Drehung um die eigene Achse ausgeht.

Elektromagnetismus
Parallel zu den Erkenntnissen zum Erdmagneten verlaufen ab 1820 die zum Elektromagnetismus, der in diesem Jahr von Hans Christian Ørsted entdeckt wird. Stromstärke misst man auch heute noch in der Einheit Ampere, so benannt nach André-Marie Ampère. Dieser stellt aufbauend auf den Versuchen von Ørsted fest, dass sich eine Magnetnadel immer im rechten Winkel zu einem stromdurchflossenen Draht ausrichtet und sich zwei Leiter unter Spannung anziehen, wenn der Strom in die gleiche Richtung fließt. Nach Hendrik Antoon Lorentz ist hingegen die Lorentz-Kraft benannt, die im Bereich der elektromagnetischen Induktion eine wichtige Rolle spielt. Er führt die maxwellsche Theorie über Elektrizität und Licht fort. Die Erfindungen hinsichtlich Magnetismus und Elektromagnetismus haben weitreichende Auswirkungen auf die Forschung gehabt und sind heute aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken.

Heutige Einsatzgebiete für Magnete
Allein das Magnetfeld der Erde bietet uns als Magnetosphäre tagtäglich Schutz vor gefährlichen Sonnenwinden. Wie stark Magnete sind, zeigt dieses Video. Wir nutzen die Eigenschaften von großen und kleinen Magneten nicht mehr nur im Bereich der Navigation, sondern auch:

  • in Elektromotoren und Generatoren
  • zur Wärmeerzeugung im Induktionsherd
  • in der Forschung in Form von Elektronenmikroskopen mit starker Verkleinerung
  • in der Medizin im Kernspintomografen, im Herzschrittmacher oder bei der invasiven Magnetfeldtherapie
  • bei der Magnetschwebebahn
  • im Alltag in Bankkarten mit Magnetstreifen oder in Lautsprechern und Smartphones



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